Auch die Optik zählt

Beim Bauen mit Betonfertigteilen stehen in den meisten Fällen schwerpunktmäßig funktionale Gesichtspunkte im Vordergrund. Stabilität, Dichtheit und Langlebigkeit sind Faktoren, die Planer augenscheinlich vorrangig zu beachten haben. Im Tiefbau, bei Bauwerken, die zu großen Teilen in der Erde verbaut werden, ist es dabei selbstverständlich, dass derartige funktionale Aspekte Vorrang vor optischen Anforderungen haben. Sind Betonfertigteile jedoch so eingebaut, dass diese über die Erdoberfläche hinausragen und auch aufgrund Ihrer örtlichen Lage optisch gut wahrgenommen werden, dann kommen neben den technischen Anforderungen an die Bauteile vermehrt auch optische Gesichtspunkte mit ins Spiel. Die Lösung hierfür lautet: Strukturmatrizen in Natursteinoptik.

Beispiel 1: Rahmendurchlass Hattem

Als Brücke über einen Bachlauf in der niederländischen Stadt Hatten in der Provinz Gelderland sollte aus Betonfertigteilen ein Rahmendurchlass erstellt werden. Um den optischen Anforderungen an das Bauwerk gerecht zu werden, entschieden sich die Planer für L-Wände aus dem Hause Kleihues, die in einer besonders ansprechenden Optik gefertigt wurden. Mit Hilfe von Strukturmatrizen fertigte Firma Kleihues 25 Betonfertigteile, die optisch echten Natursteinen verblüffend ähnlich sehen. Einige L-Wände wurden zudem bogenförmig gefertigt, um den natürlichen Charakter des Bachlaufes noch zu unterstützen.

Beispiel 2: U-Trog Geisenheim

Auch im Rahmen der Renaturierung des Blaubachs in der hessischen Wein- und Domstadt Geisenheim setzten die Planer auf optisch besonders natürlich wirkende Betonfertigteile. Auch hier kamen Strukturmatrizen zum Einsatz, die den insgesamt 34 Fertigteilen aus Beton eine Natursteinoptik verpassten. So wirken die Böschungswände des über 60 Meter langen Kanals wie ein einheitliches Bauwerk aus echten Bruchsteinen.